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Online-Konsultation der Endlager-Kommission

57 TeilnehmerInnen
210 Kommentare
2287 Stimmen

Teil A: Zusammenfassung und Empfehlungen

Status: Geschlossen

Sichtbarkeit: Öffentlich  

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Durch Abwägungskriterien sollen Standortregionen beziehungsweise Standorte, die nach Anwendung der Ausschlusskriterien und Mindestanforderungen im Verfahren verblieben sind, untereinander verglichen werden. Dabei beurteilen vorläufige Sicherheitsuntersuchungen gemeinsam mit den geowissenschaftlichen Abwägungskriterien geologische Sachverhalte als besser oder weniger gut geeignet. Ihre Anwendung führt daher nicht zum Ausschluss von Gebieten, sondern zur Einordnung von Gebieten in eine Rangfolge relativer Eignung. Mit ihrer Hilfe wird beurteilt, ob in einem Teilgebiet oder einer Standortregion eine insgesamt günstige geologische Gesamtsituation vorliegt. Dabei gilt grundsätzlich, dass ein einzelnes Abwägungskriterium nicht hinreichend ist, um eine günstige geologische Gesamtsituation nachzuweisen oder auszuschließen. Die günstige geologische Gesamtsituation ergibt sich also nicht aus der besonders guten Erfüllung eines einzelnen Kriteriums, sondern aus der Summe der Erfüllung oder der Erfüllungsgrade aller Anforderungen von Abwägungskriterien. Geowissenschaftliche Abwägungskriterien sind das zentrale Element eines vergleichenden Auswahlverfahrens, in dem aus einer Menge von möglichen Standorten letztlich der Standort mit der bestmöglichen Sicherheit bestimmt werden soll. Aus Gründen der Transparenz des Verfahrens und dem Prinzip der Verfahrensklarheit folgend sind sie vor dem Start des Auswahlprozesses per Gesetz festzulegen.

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Die geowissenschaftlichen Abwägungskriterien kommen erstmals in Schritt 2 der Phase 1 des Standortauswahlverfahrens zur Anwendung und gelten dann für den gesamten weiteren Auswahlprozess. Sie dienen in Schritt 2 der Phase 1 zunächst der Ausweisung von Teilgebieten mit günstigen geologischen Voraussetzungen. In Schritt 3 der Phase 1 sollen sie im Rahmen einer vertiefenden Abwägung zusammen mit repräsentativen vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen und der Anwendung planungswissenschaftlicher Kriterien dazu dienen, Standortregionen für die übertägige Erkundung auszuweisen.

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Sie werden auch in Phase 2 und Phase 3 zusammen mit den Ergebnissen aus den jeweiligen Sicherheitsuntersuchungen angewendet, um den Vorschlag für die untertägig zu erkundenden Standorte oder für den Standortvorschlag unter Aspekten der Sicherheit zu erarbeiten und zu begründen. Für Bewertung und Vergleich der jeweils zu betrachtenden Standortregionen oder Standorte ist ein argumentativer Abwägungsprozess erforderlich. In jedem Prozessschritt sind für die darin betrachteten Standortregionen und Standorte alle Anforderungen mit ihren zugehörigen Abwägungskriterien entsprechend dem jeweiligen Informationsstand zu betrachten und abzuprüfen. Formale Aggregationsregeln, insbesondere solche mit kompensatorischer Aggregierung der Einzelergebnisse der Kriterienanwendung, hält die Kommission nicht für zielführend. Die Argumentationsschritte müssen sämtlich transparent sein und unterliegen den Nachprüfrechten[40] im Rahmen der Öffentlichkeitsbeteiligung.

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Die geowissenschaftlichen Abwägungskriterien sind in drei Kriteriengruppen eingeteilt. Sie werden im zweiten Teil dieses Berichts[41] ausgearbeitet und erläutert.

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In die Kriteriengruppe 1, Güte des Einschlussvermögens und Zuverlässigkeit des Nachweises, sind dabei diejenigen Abwägungskriterien eingeordnet, mit denen im Vergleich von Standortregionen oder Standorten die Qualität des Einschlusses der radioaktiven Stoffe am Ort ihrer Endlagerung, sowie die Zuverlässigkeit der Nachweisführung für den Nachweis der Langzeitsicherheit bewertet werden. Beides sind im Hinblick auf die Endlagerung zentrale Aspekte. Sie weisen darauf hin, dass am potenziellen Ort der Einlagerung ein langzeitsicherer Einschluss radioaktiver Stoffe möglich ist und dass dies auch im Rahmen eines Nachweisverfahrens mit hinreichender Gewissheit gezeigt und für den Nachweiszeitraum prognostiziert werden kann.

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Das Einschlussvermögen am Ort der Einlagerung, sei es durch Ausweisung und Nachweis eines oder gegebenenfalls mehrerer einschlusswirksamer Gebirgsbereiche oder sei es durch Zusammenwirken technischer, geotechnischer und geologischer Barrieren in einer langzeitstabilen Umgebung, ist die zentrale geologische Eigenschaft des gesamten Endlagersystems, und ist insofern das primäre Standortmerkmal nach dem im Auswahlverfahren gesucht wird.

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Die Kriteriengruppe 2, Absicherung des Einschlussvermögens, enthält Abwägungskriterien mit denen bewertet werden kann, wie gut das Gebirge sein Einschlussvermögen gegenüber Beanspruchungen aufrecht erhält, die bei Errichtung und Betrieb von untertägigen Hohlräumen des Endlagers entstehen.

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Günstige Eigenschaften sind eine hohe Tragfähigkeit des Gebirges, also eine hohe Stabilität der aufzufahrenden Hohlräume, eine möglichst geringe Neigung zur Gebirgsauflockerung, eine möglichst geringe Neigung zur Bildung neuer oder Reaktivierung fossiler Wasserwegsamkeiten im einschlusswirksamen Gebirgsbereich sowie die Fähigkeit, auf Rissbildung mit Selbstheilungsprozessen zu reagieren.

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Die Kriteriengruppe 3 enthält Abwägungskriterien, mit denen die Robustheit des Endlagersystems bewertet wird. Sie verweisen darauf, dass die Funktion des Endlagers nicht mit dem Nachweiszeitraum endet, sondern dass der Einschluss nach menschlichem Ermessen zeitlich unbegrenzt erhalten bleiben soll, und dass Eigenschaften, die dies unterstützen, in der Abwägung ansonsten gleichwertiger Standorte positiv zu werten sind.

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Günstige Eigenschaften in dieser Kriteriengruppe stärken und erhöhen die Sicherheit des Gesamtsystems über das in den Kriteriengruppen 2 und 3 bewertete Einschlussvermögen hinaus, indem beispielsweise im Nahfeld der Abfälle ein günstiges Milieu zur Minimierung von Korrosion und Gasbildung herrscht, oder die Wärme aus den Abfällen schnell oder ohne Mineralumbildung in das Gestein abgeführt und dem Aufbau eines kritischen Gasdrucks entgegenwirkt wird. Die Fähigkeit zum Radionuklidrückhalt im Gestein des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs limitiert oder verhindert den Radionuklidtransport in die Biosphäre für den Fall einer Freisetzung aus den Abfällen.

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Ein Deckgebirge, das den einschlusswirksamen Gebirgsbereich zusätzlich vor ungünstigen Einwirkungen, etwa vor Erosion, Subrosion oder glazialen, Rinnen schützt und - beziehungsweise oder - Radionuklide zurückhalten kann, steigert die Robustheit des Endlagersystems ebenfalls.

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Das Standortauswahlgesetz sieht in der Methodik für die durchzuführenden vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen eine wesentliche Entscheidungsgrundlage für die Einengung der Suchräume und die Standortauswahl. Laut Begründung des Gesetzes wird in einer Sicherheitsuntersuchung das Verhalten des Endlagersystems unter den verschiedensten Belastungssituationen und unter Berücksichtigung von Datenunsicherheiten, Fehlfunktionen sowie zukünftigen Entwicklungsmöglichkeiten im Hinblick auf die Erfüllung der Sicherheitsfunktionen analysiert. Sie umfasst zudem die Beurteilung der Zuverlässigkeit der Erfüllung der Sicherheitsfunktionen und damit auch der Robustheit dieses Systems.

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Die vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen müssen eine Bewertung enthalten, welche geologischen Eigenschaften der Standortregionen beziehungsweise des Standorts besonders positive oder auch negative Auswirkungen auf das Endlagersystem haben könnten.

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Für die Glaubwürdigkeit der Ergebnisse der vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen und der Vergleiche unterschiedlicher Standorte und Wirtsgesteinsformationen ist es notwendig, dass die Methodik der durchzuführenden vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen sowie der dafür notwendigen Daten und Informationen vor Beginn der vergleichenden Untersuchung bestimmt werden.

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Der Detaillierungsgrad der vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen und die Aussagekraft ihrer Ergebnisse nehmen entsprechend dem zunehmenden Informationsgewinn durch die Erkundung der Standortregionen oder Standorte von Phase zu Phase des Auswahlverfahrens zu. Entsprechend sind mit der Weiterentwicklung des Kenntnisstandes das Sicherheitskonzept und das Endlagerkonzept zu überprüfen und weiter zu entwickeln. In der Schlussphase des Auswahlverfahrens hat der Vorhabenträger die verbliebenen Standorte auf Grundlage der Prüfkriterien zur Beurteilung von Ergebnissen der untertägigen Erkundung und auf Grundlage der Ergebnisse der umfassenden vorläufigen Sicherheitsuntersuchungen für Betriebsphase und Nachverschlussphase zu vergleichen und einen Standortvorschlag vorzulegen.

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Der abschließende Sicherheitsnachweis oder die abschließende Sicherheitsbewertung, der safety case[42], für den letztlich ausgewählten Standort baut auf einer umfassenden Sicherheitsanalyse auf, für die umfassende Daten und Kenntnisse über das Endlagersystem, den einschlusswirksamen Gebirgsbereich und die geologische Umgebung erforderlich sind.

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