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Online-Konsultation der Endlager-Kommission

12 TeilnehmerInnen
19 Kommentare
693 Stimmen

Teil B: 3. Das Prinzip Verantwortung

Status: Geschlossen

Sichtbarkeit: Öffentlich  

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053

Nachhaltigkeit konkretisiert den von Hans Jonas formulierten Imperativ: „Handle so, dass die Wirkungen deiner Handlungen verträglich sind mit der Permanenz echten menschlichen Lebens auf Erden“[74]. Das wichtigste ist: Nachhaltigkeit erweitert die Optionen und Wahlmöglichkeiten, die den Menschen zur Gestaltung ihrer Wirtschafts- und Lebensverhältnisse zur Verfügung stehen. Diese Erweiterung des Freiheitsraums ist von entscheidender Bedeutung, um Verantwortung übernehmen zu können, denn unbestritten können keine endgültigen Aussagen über künftige Bedürfnisse, Wertvorstellungen und technologische Möglichkeiten künftiger Generationen gemacht werden. Deshalb geht Nachhaltigkeit von möglichst großer Offenheit in die Gestaltung menschenwürdiger, sozial gerechter und ökologisch verträglicher Lebensweisen aus.

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3 Stimmen
 
054

Nachhaltigkeit ist keine Abkehr von der Idee des Fortschritts, aber ein Bruch mit einem deterministisch-linearen Verständnis. Sie konkretisiert die geforderte Zukunftsethik. Vor diesem Hintergrund macht die Kommission ihre Vorschläge.

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3 Stimmen
 
055

Die Festlegung der Kriterien für Endlagerstandorte unterliegt unterschiedlichen ethischen Prinzipien. An erster Stelle steht zweifellos das verantwortungsethische Postulat der Sicherheit des Endlagers heute und in Zukunft. Dies impliziert die Vermeidung unzumutbarer Belastungen für zukünftige Generationen.

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4 Stimmen
 
056

Die Anforderung der Reversibilität von Entscheidungen mit den Aspekten der Rückholbarkeit und Bergbarkeit der Abfälle setzt einen anderen Akzent, in dem die Kommission die Entscheidungshoheiten zukünftiger Generationen und die Notwendigkeit des Vorsehens von Möglichkeiten der Fehlerkorrektur herausstellt.

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3 Stimmen
 
057

Die Anforderung, die Prozesswege einschließlich der Machbarkeit der benötigten technischen Lösungen bis hin zum Verschluss des Endlagerbergwerks vorausschauend zu betrachten, also bis zum Ende zu denken, ermöglicht die Angabe von Forschungs- und Entwicklungsbedarfen. Dabei müssen auch denkbare Fälle betrachtet werden, in denen es zu Zielkonflikten zwischen diesen Prinzipien kommt. Gleichzeitig gilt es auch, die Einlagerung hoch radioaktiver Abfälle möglichst bald – was auch immer das konkret zeitlich heißen mag – umzusetzen, um mögliche Belastungen aus der Lagerung der Abfallgebinde an der Erdoberfläche gering beziehungsweise unwahrscheinlich zu halten.

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3 Stimmen
 
058

Die radioaktiven Abfälle müssen kurz-, mittel- und langfristig sicher von der Biosphäre ferngehalten werden. Dies erfordert ein ethisches Gebot, Schäden für Mensch und Umwelt zu vermeiden. Es betrifft das gesamte zeitliche Spektrum im Umgang mit den Abfällen von der Einlagerung in Behälter, über Transportvorgänge, notwendige Zwischenlagerung, Einlagerung in das Endlagerbergwerk bis hin zum Zustand des verschlossenen Bergwerks und für die Zeit danach.

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3 Stimmen
 
059

In den „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ des Bundesumweltministeriums[75] wird dieses allgemeine Schutzziel, das mit der Endlagerung verfolgt werden soll, in Abschnitt 3 wie folgt genannt: „Dauerhafter Schutz von Mensch und Umwelt vor der ionisierenden Strahlung und sonstigen schädlichen Wirkungen dieser Abfälle“. Dieses Schutzziel bedarf der weiteren Konkretisierung, um bei der Entwicklung des Auswahlverfahrens einbezogen werden zu können.

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3 Stimmen
 
060

Hierzu schlug der AkEnd auf Basis vorangegangener Arbeiten vor:

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3 Stimmen
 
061
  • Die Endlagerung muss sicherstellen, dass Mensch und Umwelt angemessen vor radiologischer und sonstiger Gefährdung geschützt werden.
  • Die potenziellen Auswirkungen der Endlagerung für Mensch und Umwelt sollen das Maß heute akzeptierter Auswirkungen nicht übersteigen.
  • Die potenziellen Auswirkungen der Endlagerung für Mensch und Umwelt dürfen außerhalb der Grenzen nicht größer sein als dies innerhalb Deutschlands zulässig ist.
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3 Stimmen
 
062

Diese Darstellung enthält eine Präzisierung in Bezug auf die Zukunftsdimension, keine höhere Belastung zukünftiger Generationen als für heutige zu akzeptieren, und die räumliche Dimension: Deutschland. Weitere Sicherheitsprinzipien ergeben sich insbesondere aus der Strahlenschutzverordnung dadurch, dass jede unnötige Strahlenexposition oder Kontamination von Mensch und Umwelt zu vermeiden ist und jede Strahlenexposition oder Kontamination von Mensch und Umwelt unter Beachtung des Standes von Wissenschaft und Technik und unter Berücksichtigung aller Umstände des Einzelfalls auch unterhalb der Grenzwerte so gering wie möglich zu halten ist.

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3 Stimmen
 
063

In den „Sicherheitsanforderungen an die Endlagerung wärmeentwickelnder radioaktiver Abfälle“ wird das oben genannte allgemeine Schutzziel durch ein zweites ergänzt: „Vermeidung unzumutbarer Lasten und Verpflichtungen für zukünftige Generationen“.

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3 Stimmen
 
064

Dieses Schutzziel, gelegentlich auch als Nachsorgefreiheit bezeichnet, hat einen völlig anderen Charakter. Hier geht es um die Verteilung von Belastungen auch jenseits möglicher Risiken, also zum Beispiel von Belastungen in wirtschaftlicher Hinsicht oder in Bezug auf Beobachtungs- und Kontrollnotwendigkeiten.

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3 Stimmen
 
065

Der zentrale, allerdings auch problematische Begriff ist „unzumutbar“, da dieser Begriff erstens erheblich interpretationsfähig ist und zweitens wir heute darüber entscheiden müssen, was wir für spätere Generationen als zumutbar oder unzumutbar einstufen, ohne diese selbst befragen zu können. Demzufolge handelt es sich nicht um ein klares Schutzziel, sondern um eine Art Absichtserklärung, insbesondere die ökonomischen, politischen oder psychologischen Belastungen durch die Endlagerung in die Zukunft hinein möglichst gering zu halten.

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3 Stimmen
 
066

Dahinter steht die Idee eines „Verursacherprinzips“ der gegenwärtigen Generation, die die Kernenergie genutzt hat und daher auch so weit wie möglich für die Entsorgung der Abfälle verantwortlich sei. Alle Entsorgungsoptionen, die auf eine Endlagerung zielen, in der es nach einer gewissen - wenn auch möglicherweise längeren - Zeit keiner Nachsorge mehr bedarf, dürften dieses Prinzip erfüllen. Je nach Zeitdauer bis zu einem Verschluss werden allerdings zukünftige Generationen eine Nachsorge betreiben müssen.

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3 Stimmen
 
067

Das Prinzip der Reversibilität von Entscheidungen resultiert aus zwei ethischen Argumenten. Das eine ist der Wunsch nach Möglichkeiten der Fehlerkorrektur im Falle unerwarteter Entwicklungen, das andere das generelle zukunftsethische Prinzip, zukünftigen Generationen Entscheidungsoptionen offen zu halten oder sie zu eröffnen. Es ist ein zentrales Prinzip, um im Fall von erkannten Fehlern oder anderen Entwicklungen, die einen Neuansatz nahelegen oder erfordern, umsteuern zu können. Fehlerkorrekturen oder Umsteuerungen aus anderen Gründen systematisch als Möglichkeiten vorzusehen und nicht alles auf eine Karte zu setzen, beugt Sorgen vor, im Falle von Havarien oder neu auftretenden Risiken diesen einfach ausgeliefert zu sein, weil es dann keine andere Option mehr gäbe. So gesehen ist dieses Prinzip verantwortungsethisch geboten.

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3 Stimmen
 
068

Zwar wird im Laufe des gesamten Prozessweges die Reversibilität zusehends eingeschränkt beziehungsweise der Aufwand für ein Umsteuern erhöht werden, weil Fakten geschaffen werden müssen, sie soll jedoch nach Maßgabe dieses Prinzips grundsätzlich erhalten bleiben. Für welche Zeiträume welche Arten von Reversibilität, wie Rückholbarkeit der Abfälle oder deren Bergbarkeit, erhalten bleiben sollen, muss eigens festgelegt werden. Solange nicht eingelagert wurde, ist ein Umsteuern nicht prinzipiell schwierig. Dies ändert sich erst mit dem Verfüllen der ersten Einlagerungsbereiche beziehungsweise Strecken.

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Am meisten diskutiert

Absatz Komm. Stimmen
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T. v. Be... 3 49
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