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Online-Konsultation der Endlager-Kommission

17 TeilnehmerInnen
26 Kommentare
835 Stimmen

Teil B: 6.6 - 6.9 Anforderungen an die Einlagerung – F&E

Status: Geschlossen

Sichtbarkeit: Öffentlich  

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016

Die außerdem erforderliche räumliche Trennung der hoch radioaktiven Abfälle von den schwach und mittel radioaktiven Abfällen wird zum einen durch die Minimierung des Wärmeeinflusses der hoch radioaktiven Abfälle bestimmt. Zum anderen betrachtet die Kommission hinsichtlich der hoch radioaktiven Abfälle das Konzept des einschlusswirksamen Gebirgsbereichs (ewG) als das zu bevorzugende Konzept.[11] Der Nachweis der Integrität des ewG wird dabei eine gemeinsame Endlagerung aller Abfälle in einem einzigen ewG kaum ermöglichen, jedenfalls würde ein solches Ziel die Standortauswahl maßgeblich einschränken. Realistischer wäre die Einlagerung in, bezogen auf die Einschlussqualität, voneinander unabhängigen Endlagerbereichen am gleichen Standort, gegebenenfalls bis hin zu der Errichtung von zwei vollständig voneinander getrennten Endlagerbergwerken. Dies böte auch die Möglichkeit, für die schwach und mittel radioaktiven Abfälle Einlagerungsbereiche auszuweisen, die besser auf die spezifischen Eigenschaften dieser Abfälle (zum Beispiel Korrosion und Gasbildungspotenzial) ausgerichtet sind als der für die hoch radioaktiven Abfälle ausgewiesene ewG. Dabei wäre im konkreten Fall auch zu prüfen, ob die schwach und mittel radioaktiven Abfälle in gleicher Tiefenlage oder auch in geringerer oder größerer Tiefe, mithin auch in einem gänzlich anderen Wirtsgestein, eingelagert werden können. Unabhängig davon hat diese Form der konsequenten Trennung der Einschlussbereiche in jedem Fall Einfluss auf den Platzbedarf des Endlagers.

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017

Letztlich berührt eine Endlagerung aller Abfallarten an einem Standort die Frage nach der Bergbarkeit der hoch radioaktiven Abfälle nach Verschluss des Endlagers[12]. Lässt sich die Rückholbarkeit der hoch radioaktiven Abfälle während des Betriebs durch entsprechende betriebliche Maßnahmen, insbesondere die Trennung der Materialströme bei der übertägigen und untertägigen Handhabung, wahrscheinlich darstellen, so schränkt der Bergbarkeitsanspruch über einen Zeitraum von 500 Jahren nach Verschluss des Endlagers die Ausweisung von Einlagerungsbereichen für schwach und mittel radioaktive Abfälle deutlich ein: am Standort muss das Auffahren eines Bergungsbergwerks[13] möglich sein, ohne dass die benachbart oder auch darüber beziehungsweise darunter lagernden schwach und mittel radioaktiven Abfälle dies behindern.

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018

Obwohl das Standortauswahlverfahren prioritär auf einen für hoch radioaktive Abfälle geeigneten Standort ausgerichtet ist, ist die Möglichkeit, dass an dem letztendlich bestimmten Standort zusätzlich auch eine große Menge an schwach- und mittel radioaktiven Abfällen endgelagert werden soll, im Sinne der Transparenz des Verfahrens von vorneherein auch bei der Kommunikation über den Standortauswahlprozess und bei der Öffentlichkeitsbeteiligung zu berücksichtigen. Es wäre dem Verfahren nicht angemessen, einen Endlagerstandort für hoch radioaktive Abfälle auszuwählen und erst dann über die Möglichkeiten zur Einlagerung weiterer Abfälle zu diskutieren. Schließlich entstehen in der Konsequenz für die betroffene Region zusätzliche Belastungen, die sich aus der Errichtung des Endlagers inklusive Übertageeinrichtungen sowie aus Transport, Lagerung und Handhabung der schwach und mittel radioaktiven Abfälle ergeben.

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019

Im Standortauswahlverfahren ist daher von Beginn an eine klare Aufgabenstellung zu formulieren, die die schwach und mittel radioaktiven Abfälle einschließt, und die über die im Standortauswahlgesetz enthaltene Öffnungsklausel "insbesondere"[14] hinausgeht: Auszuwählen ist ein Standort, der sich für die Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle eignet, und an dem optional zusätzlich schwach und mittel radioaktive Abfälle endgelagert werden können, ohne die Sicherheit des Endlagers für hoch radioaktive Abfälle oder ihre Bergbarkeit zu beeinträchtigen. Dabei ist zu berücksichtigen, dass ein für hoch radioaktive Abfälle geeigneter Standort nicht auf Grund fehlender Flächengröße für die nicht für Schacht Konrad vorgesehenen schwach und mittel radioaktiven Abfälle ausgeschlossen werden darf.

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020

Mit der Betonung der Priorität der Endlagerung hoch radioaktiver Abfälle kann dabei das Standortauswahlverfahren im Hinblick auf die schwach und mittel radioaktiven Abfälle durchaus zu folgenden unterschiedlichen Ergebnissen und daraus folgenden Konsequenzen führen:

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5 Stimmen
 
021

-Es wird ein Standort ausgewählt, an dem neben den hoch radioaktiven Abfällen auch die schwach und mittel radioaktiven Abfälle, wie im Nationalen Entsorgungsprogramm vorgesehen, endgelagert werden sollen.
-Es wird ein Standort ausgewählt, an dem neben den hoch radioaktiven Abfällen nur ein Teil der schwach und mittel radioaktiven Abfälle ebenfalls endgelagert werden kann, sei es aufgrund räumlicher Beschränkungen oder aufgrund der Beschränkung auf bestimmte Abfallarten. Für die verbleibenden Abfälle oder Abfallarten ist dann ein anderer Standort auszuwählen.
-Es wird kein Standort für die Endlagerung aller Abfallarten gefunden, stattdessen wird ein Standort ausschließlich für hoch radioaktive Abfälle ausgewählt. In der Konsequenz ist dann für die schwach und mittel radioaktiven Abfälle ein anderer Standort auszuwählen.

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022

Die Auswahl eines Standorts für ein Endlager für hoch radioaktive Abfälle hat im Standortauswahlverfahren nach Auffassung der Kommission Priorität vor einer zusätzlichen Endlagerung schwach und mittel radioaktiver Abfälle. Grundsätzlich ist denkbar, an einem Standort für ein Endlager für hoch radioaktive Abfälle auch Bereiche zur Endlagerung schwach und mittel radioaktiver Abfälle auszuweisen. Hierfür ist eine gegenseitige negative Beeinflussung der Sicherheit, einerseits durch die Wärmeleistung der hoch radioaktiven Abfälle, andererseits durch die chemische Zusammensetzung und die Gasbildung aus den schwach und mittel radioaktiven Abfällen, auszuschließen. Zentrale Maßnahmen hierfür sind die langzeitig wirksame räumliche Trennung der Endlagerbereiche und eine Konditionierung der schwach und mittel radioaktiven Abfälle, mit der diese im Hinblick auf Gasbildungspotenzial, chemische Gradienten und Temperaturstabilität weitgehend inertisiert werden. Gleichzeitig darf die Bergbarkeit der hoch radioaktiven Abfälle nicht beeinträchtigt werden. Die Einhaltung dieser Randbedingungen hat erhebliche Auswirkungen auf die Größe des Endlagers unter Tage, die Geometrie und Lage der Einlagerungsbereiche, die Konditionierung der schwach und mittel radioaktiven Abfälle und die am Standort über Tage erforderlichen Anlagen.

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023

Es ist nach Auffassung der Kommission auch nicht auszuschließen, dass im Zuge des Standortauswahlverfahrens für ein Endlager für insbesondere hoch radioaktive Abfälle ein für alle Abfälle geeigneter Standort nicht gefunden wird. Stellt sich im Laufe des Standortauswahlverfahrens heraus, dass keine Standorte in die engere Wahl genommen werden können, an denen auch Endlagerkapazitäten für schwach und mittel radioaktive Abfälle realisiert werden können, so hat dies Konsequenzen für das Vorhaben einer Endlagerung an einem gemeinsamen Standort. Die Realisierung eines Endlagers für die hoch radioaktiven Abfälle hat nach Auffassung der Kommission in jedem Fall Priorität. Für die im Nationalen Entsorgungsprogramm aufgeführten, nicht für Schacht Konrad vorgesehenen schwach und mittel radioaktiven Abfälle muss dann eine hiervon unabhängige Endlagerung herbeigeführt werden.

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024

Die Entscheidung, ob oder inwieweit an einer Endlagerung am gleichen Standort festgehalten werden kann, kann in jeder Phase des Standortauswahlverfahrens fallen. Daher muss diese Fragestellung auch regelmäßig Gegenstand der Berichterstattung des Vorhabenträgers und vor allem von Beginn an Gegenstand der Öffentlichkeitsbeteiligung sein.

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6 Stimmen
 
026

All dies erfordert, dass sowohl die heute existierenden als auch die während des künftigen Entsorgungsweges neu entstehenden Daten und Dokumente in geeigneter Form für die Zukunft qualifiziert aufbereitet und aufbewahrt werden müssen.

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5 Stimmen
 
027

Grundlage der Erarbeitung einer qualifizierten und dauerhaft verfügbaren Dokumentation ist zunächst eine Aufstellung und Analyse aller aus heutiger Sicht vorstellbaren Situationen in dem langen Prozess der nuklearen Entsorgung, in dem auf dokumentierte Informationen zurückgegriffen werden muss. Darüber hinaus sind Erfahrungen zu verwerten, die man in bisherigen lange laufenden Projekten mit ähnlichem Charakter gewonnen hat. Beispiele dafür sind bisherige Endlagerprojekte mit Problemen (zum Beispiel die Asse II), Stilllegungsprojekte von Nuklearanlagen, Sanierungsprojekte von Geländen, auf denen vor Jahrzehnten Sprengstoffe oder toxische organische Stoffe produziert worden sind sowie Altbergbau oder Abraumhalden.

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028

Eine Beschränkung auf die Analyse der heute vorstellbaren Fragestellungen allein würde allerdings zu kurz greifen. Denn es können sich bei zukünftigen Generationen früher nicht vorhergesehene Fragen stellen, zu deren Lösung Daten oder Dokumente erforderlich sind, die bei den oben beschriebenen Analysen nicht identifiziert worden sind. Deshalb ist es notwendig, dass alle heute vorhandenen und künftig entstehenden Daten dokumentiert werden, auch wenn deren Relevanz aus heutiger Sicht untergeordnet ist. Wesentlich ist aber auch, dass die Daten in einer derart systematisierten Form abgelegt werden, dass diese später auffindbar sind.

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030

Daten und Dokumente für die Sicherheit der längerfristigen Zwischenlagerung:

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031

-Allgemeine Angaben (Lagerbehälter, Standort, Lagerart, Eigentümer, Einlagerungsdatum)
-Abfallspezifische Angaben (zum Zeitpunkt der Einlagerung, Gesamtaktivität, radiologisch und chemisch abdeckende Beschreibung des Behälterinhalts, thermische Eigenschaften, Kritikalitätssicherheit, Oberflächendosisleistung und -kontamination)
-Etwaige Schäden oder Auffälligkeiten am Behälter sowie ergriffene Maßnahmen
-Ergebnisse der Periodischen Sicherheitsüberprüfung (PSÜ)

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5 Stimmen

Am meisten diskutiert

Absatz Komm. Stimmen
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